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Montagearbeiten mit Subunternehmen: Worauf Auftraggeber bei der Auswahl von Montageteams achten sollten

Autorenbild: Larissa Lamp
Larissa Lamp
12. Okt.
4 Min. Lesezeit

👷 Teil unserer Wissensreihe „Fachkräfte & Gewerke“


„Wir brauchen ab Montag vier Monteure!“ Was zunächst nach einer einfachen Projektanfrage klingt, kann schnell im Chaos enden. In der Praxis fehlen in diesem Satz nämlich so gut wie alle Informationen, die für die Auswahl eines passenden Montageteams notwendig sind. Da „Monteur“ ein sehr weit gefasster Begriff ist, kommt es vor allem auf die konkrete Definition der Montageleistung an. Ein Monteur, der beispielsweise großteils im Bereich Hallenmontage tätig war, ist nicht automatisch die passende Fachkraft für ein Großprojekt im Bereich Fenstermontage. Woran erkennt man also, ob ein Montageteam tatsächlich zum Projekt passt und welche typischen Fehler lassen sich bereits vor Projektbeginn vermeiden?


Inhaltsverzeichnis


 

Werkzeug für Montagearbeiten

Monteur ist nicht gleich Monteur


Montagearbeiten unterscheiden sich je nach Gewerk, Bauteil, Montagesystem und Projektbedingungen erheblich. Schon allein der Begriff „Monteur“ ist keine eindeutige Spezialisierung, sondern wird in der Praxis für sehr unterschiedliche Einsatzbereiche verwendet. Zwei Monteure können beide jahrelange Berufserfahrung haben und trotzdem für völlig unterschiedliche Projekte geeignet sein. Nicht die Anzahl der Berufsjahre allein zählt, sondern vor allem, in welchem Bereich diese Erfahrung gesammelt wurde.

Da der Begriff „Monteur“ sehr weitläufig ist, haben wir hier nur die häufigsten Einsatzbereiche kurz zusammengefasst:


Monteure im Metallbau

Hier ist vor allem Erfahrung mit der Montage von Metallkonstruktionen und Bauteilen, meist nach Zeichnung oder Bauplan, erforderlich. In der Praxis heißt das: Ausrichten, Bohren, Verschrauben und Anpassen. Je nach Projekt können auch kleinere Schweißarbeiten anfallen. Wichtig ist jedoch immer ein geübter Umgang mit technischen Zeichnungen und ein hohes technisches Verständnis.


💡 Lese-Tipp: Welche Aufgaben Schlosser und Metallbauer übernehmen und welche Fachkraft zu Ihrem Projekt passt, erfahren Sie in unserem Artikel „Schlosser oder Metallbauer – welche Fachkraft braucht mein Projekt?“


Monteure im Fensterbau

In diesem Bereich geht es vor allem um die Montage und fachgerechte Ausrichtung von Fenster- und Türelementen. Die Elemente müssen fachgerecht befestigt und abgedichtet werden. Hier ist vor allem ein maßgenaues und sauberes Arbeiten gefragt. Außerdem ist eine gute körperliche Fitness von Vorteil, da in der Praxis immer wieder schwere Fenster- oder Türelemente an Ort und Stelle getragen oder bei der Ausrichtung gestützt werden müssen.


Monteure im Hallenbau

Wer im Hallenbau arbeitet, sollte schwindelfrei sein. Für die Montage von Stahlstützen, Trägern oder ganzen Hallenkonstruktionen sind oft Arbeiten in größerer Höhe erforderlich. Oft kommen auch Hebebühnen und Kräne zum Einsatz, um die Teile an den richtigen Platz zu heben, wo sie dann verschraubt und ausgerichtet werden müssen. Hier zählt also vor allem die Erfahrung im Umgang mit schweren Bauteilen und größeren Konstruktionen.


Monteure für Photovoltaikanlagen

Bei PV-Montagen auf Dächern ist Schwindelfreiheit Grundvoraussetzung, da eine sichere Bewegung und Arbeit auf teilweise recht steilen Dächern unerlässlich ist. Auch ein sicherer Umgang mit einer geeigneten Absturzsicherung wird vorausgesetzt. Zuerst müssen Unterkonstruktionen fachgerecht angebracht und ausgerichtet werden, danach werden die PV-Module montiert und befestigt. Die Einsatzgebiete sind dabei sehr unterschiedlich – von Flach- und Steildächern auf Einfamilienhäusern bis hin zu großen industriellen Freiflächenanlagen.


💡Gut zu wissen: Der elektrische Anschluss der montierten PV-Anlage ist nicht automatisch Aufgabe eines PV-Monteurs. Häufig werden hierfür entsprechende Elektrofachkräfte eingesetzt.


Worauf sollten Auftraggeber bei der Auswahl eines Montageteams achten?


Ein Subunternehmen stellt in der Regel ein komplettes Montageteam für eine klar definierte Leistung zur Verfügung. Damit das Subunternehmen auch die dafür passenden Fachkräfte auswählen kann, sollten Auftraggeber bereits bei der Projektanfrage folgende Punkte möglichst konkret mitteilen:


-       Was wird genau montiert?

-       Wie groß muss das Team sein?

-       Welche Projekterfahrung wird vorausgesetzt?

-       Welche Qualifikationen sind erforderlich?

-       Müssen Arbeiten in großer Höhe durchgeführt werden?

-       Müssen Kräne oder Hebebühnen bedient werden?

-       Welche PSA und welches Werkzeug sind erforderlich?

-       Werden technische Zeichnungen und Montagepläne verwendet?

-       Ist ein deutschsprachiger Vorarbeiter erforderlich?


In der Praxis hat sich außerdem gezeigt: Die Teamzusammenstellung ist wichtig. Auch wenn beispielsweise bei einem Projekt im Hallenbau Hebebühnen bedient werden müssen und ein 4-köpfiges Team angefordert wird, heißt das nicht automatisch, dass alle vier Fachkräfte mit der Hebebühne umgehen können müssen. Entscheidend ist vielmehr, dass das Team als Ganzes die vereinbarte Montageleistung abdecken kann. Ein erfahrenes Subunternehmen kann gezielt beurteilen, welche Fachkräfte für welches Projekt passend sind – sofern die Anforderungen klar definiert wurden.


💡 Praxis-Tipp: Je genauer die geplante Montageleistung bereits bei der Anfrage beschrieben wird, desto besser lässt sich prüfen, welches Subunternehmen und welches Montageteam fachlich zum Projekt passen.


Fazit: Das passende Montageteam für jedes Projekt


Eine gute Zusammenarbeit mit einem Subunternehmen beginnt daher nicht erst bei Projektstart, sondern bereits mit einer sauberen Projektanfrage. Auftraggeber müssen in erster Linie die geschuldete Leistung und die Rahmenbedingungen klar definieren. Das Subunternehmen trägt anschließend die Verantwortung dafür, geeignete Fachkräfte für die vereinbarte Leistung einzusetzen.


Für eine langfristig funktionierende Zusammenarbeit sind Zuverlässigkeit, Erfahrung und eine professionelle Organisation mindestens genauso wichtig wie Preis und Flexibilität.


Montexa fungiert als Schnittstelle zwischen Auftraggeber und qualifiziertem Subunternehmen. Gerne unterstützen wir Sie dabei, die Anforderungen Ihres Projekts möglichst klar zu definieren und anschließend ein geeignetes Subunternehmen aus unserem Netzwerk zu vermitteln. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.


FAQ: Häufige Fragen zu Montagearbeiten mit Subunternehmen


Nein. Entscheidend ist vor allem, in welchem Montagebereich bereits praktische Erfahrung gesammelt wurde.

Wichtig sind unter anderem Montageleistung, Teamgröße, erforderliche Qualifikationen, Projekterfahrung, Werkzeug und besondere Baustellenbedingungen.

Das hängt vom Projekt ab. Beispielsweise können Erfahrungen mit Hebebühnen, Kränen, technischen Zeichnungen oder Arbeiten in großer Höhe erforderlich sein.

Nicht zwingend. Entscheidend ist, dass das Team als Ganzes die vereinbarte Montageleistung fachgerecht abdecken kann.

Neben der fachlichen Eignung sind insbesondere Erfahrung, Zuverlässigkeit, professionelle Organisation und die Eignung für das konkrete Projekt wichtig.


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